🌹Kapitel 9 : DER SINN VON BEZIEHUNGEN.

Beziehungen zwischen Menschen sind wie neuronale Verbindungen zwischen Gehirnzellen. Sie ermöglichen Informationsfluss und folglich Entwicklung von Systemen. Das Bewusstsein entwickelt sich zu einem einzigen riesigen unendlichen System. In ihm muss alles miteinander verbunden werden und das ermöglichen Beziehungen. Sie verankern, stabilisieren und halten fest die einzelnen Bewusstseinseinheiten, die einzelnen Bewusstseinsempfänger.

Wenn es um die Menschheit, die Menschen im Allgemeinen geht – worauf müssen wir uns zuerst konzentrieren ? Weil für uns alle die Entwicklung des Bewusstseins das Wichtigste im Leben ist, ist der Aufbau von Beziehungen, das heisst der Verbindungen zwischen mindestens zwei Menschen, eine absolute Priorität. Je mehr Menschen sich miteinander vernetzen, umso mehr entwickelt sich das System.

Aber wie geschieht die Vernetzung ? Sie geschieht durch den Austausch von Informationen und Emotionen. Und durch das gemeinsame Handeln. Insgesamt durch den Austausch von Energie. „What fires together, wires together.“ ( Dr. Joe Dispenza), so wie bei neuronalen Zellen im Gehirn, die zusammen ein Netzwerk bilden, ein System, dessen Aufgabe es ist, Bewusstsein zu empfangen. Miteinander vernetzt, erschafft das so gebildete Netzwerk ein eigenes primäres System, die Basis sozusagen, und darauf alle übergeordneten Systeme. Innerhalb dieser Systeme muss alles miteinander verbunden werden und fest verankert werden in diesem System, nur dann kann das System gut und effizient arbeiten.

Nicht gut oder nur unsicher gebundene Menschen, speziell nicht sicher an ihre Eltern gebundene Menschen, leiden, weil ihnen die primäre Bindungserfahrung fehlt, die allererste Anbindung und Verankerung in der Welt. Weil die Verankerung fehlte, war die erste Erfahrung die der Ablehnung. Das ist ein Trauma. Auf dieser schwachen, unsicheren Basis der Traumatisierung wurde alles aufgebaut, deshalb fehlt die Stabilität auf allen Ebenen.

Um diese Unsicherheit in Stärke zu verwandeln, um diese Kodierung zu dekodieren, bedarf es einer erneuten und massiven Bindung, einer Anbindung auf der frühkindlichen Ebene. Diese Bindung beinhaltet enge Grenzen, viel Bestimmung, viel Körperkontakt, viel Enge im Allgemeinen. Im erwachsenen Alter können wir es jedoch nicht mehr von unseren Eltern erwarten und wir können auch nicht ständig andere Menschen dazu benutzen, sonst entstehen auf der Seite des unsicher gebundenen Menschen intensive und zerstörerische Coabhängigkeiten. Der einzige Weg ist es, sich selbst eng an sich zu binden, sich selbst bedingungslos zu lieben. Nur dann gelingen auch Beziehungen zu anderen und wir alle als Menschen werden als ein ganzes System stark. Diese bedingungslose Liebe kann wiederum nur erreicht werden, wenn man zu dem Ursprung, zu der Traumatisierung durchdringt und sie verarbeitet, ihre Energie freisetzt, sie heilt.

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