🌹Kapitel 32 : ENTWICKLE EINE LANGZEITPERSPEKTIVE. (Develope a long term perspective).

Brian Tracy, einer der erfolgreichsten und berühmtesten Persönlichkeitstrainer und Businessberater der Welt, empfiehlt, eine LANGZEITPERSPEKTIVE im eigenen Leben zu entwickeln. Jeder soll sich fragen, wo er in fünf, zehn oder zwanzig Jahren sein möchte. Ich gehe weiter und empfehle, sich vorzustellen, wo man am Ende seines Lebens sein will, was man erlebt und erreicht haben möchte.
Je genauer unsere Vorstellungen, umso genauer unsere Pläne und umso gezielter unsere Vorgehensweise im Leben. Ohne diese genauen Visionen und folglich Actionspläne laufen wir Gefahr, im Leben abzudriften, zu schweben, auszuufern. Diese Worte beschreiben sehr deutlich, was ohne eine LANGZEITPERSPEKTIVE passieren kann: eine Katastrophe. Selbst wenn man den Zeitplan nicht ganz genau einhalten kann, Hauptsache ist doch, dass man sich kontinuierlich in die gewünschte Richtung bewegt. Das gibt immens viel Kraft und ist ein unglaublicher Motivationsfaktor. Der kontinuierliche Fortschritt im Leben ist der wahre Indikator des Erfolges. Erfolgreich ist, wer sich stetig in die von ihm bewusst gewählte Richtung bewegt und entfaltet.
Die Entwicklung einer Langzeitperspektive gibt uns noch einen unschätzbaren Vorteil: wir müssen denken. Es gibt einen Unterschied zwischen mentalen Prozessen als Reaktionen auf die Reize der Umwelt und einem wirklichen kreativen aktiven Denken. Die Art des Denkens, die für das eigene Leben von unschätzbarem Welt ist, ist das Betrachten im Kopf dessen, was man machen möchte und wie man es machen möchte. Es ist ein Prozess des Kreierens von innen heraus. Wahres Denken ist kreatives Denken und es tut dem Gehirn und dem ganzen Körper gut. Wahres Denken bewirkt die Ausschüttung von Neurotransmittern, die uns glücklich machen und es kann – ähnlich wie ein Muskel – durch verschiedenartige Lernprozesse trainiert werden. Es erhöht den Level an Intelligenz, die es uns ermöglicht, nicht nur den Anforderungen der Umwelt gewachsen zu sein, sondern sich die erwünschten Lebensbedingungen selbst zu erschaffen, statt dem Leben opferähnlich ausgeliefert zu sein. Wahres Denken – also Kreieren – ist die beste Medizin gegen Depressionen und erlernte Hilflosigkeit.
Überlegen wir also nicht nur, auf welcher Couch wir heute Abend sitzen möchten, sondern stellen wir uns vor, wo wir heute in fünf, zehn oder zwanzig Jahren sein möchten. Albert Schweizer wurde einmal gefragt, was er für das grösste Übel der Menschheit hält. Er antwortete kurz: „People simply don’t think.“ („Menschen denken einfach nicht.“). Und der Philosoph Rene Descartes drückte es ähnlich einfach aus: „Cogito ergo sum“. („Ich denke also bin ich“). Das Denken ist die Basis der Erkenntnisfähigkeit eines jeden menschlichen Wesens. Denken wir also kreativ und entwickeln eine LANGZEITPERSPEKTIVE unseres Lebens. Und dann erwerben wir durch Lern – und Bildungsprozesse all die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es uns möglich machen werden, unsere Ziele zu verwirklichen und unser Leben und damit unser Glück zu entfalten.