KINDER UND EMOTIONEN

Die Entwicklung eines Kindes ist zum größten Teil von der Umwelt abhängig, in der das Kind lebt. Zu dessen Umwelt gehören vom Anfang an die Eltern, welche die primären Bezugspersonen und ersten Lehrer des Lebens sind. Vom Beginn des Lebens an begleiten das Kind auch seine Emotionen. Das Kind muß sich mit seinen Emotionen vertraut machen und sie verstehen lernen. Die wichtigste Arbeit auf diesem Gebiet obliegt natürlich den Eltern. Sie führen das Kind auf die ersten Stufen der sozial-emotionalen Entwicklung. Denn auch alle Kontakte zu anderen Menschen, alle Beziehungen, die soziale Entwicklung eines Kindes hängen im größten Masse von den ersten Bindungserfahrungen ab, die man mit den ersten Bezugspersonen sammelt. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Und häufig kommt es schon in den ersten Lebensjahren dazu, dass Kinder Auffälligkeiten im sozial-emotionalem Bereich aufweisen. Aggressivität, Ängstlichkeit Unsicherheit. sind normale emotionale Zustände, wenn sie jedoc h anfangen, das Kind in seiner Entfaltung zu bremsen, werden sie zu Störungen, welche das Kind nicht imstande ist, allein zu bewältigen. Spätestens jetzt wird es sichtbar, dass das Kind schon länger sozial-emotional vernachlässigt war, auch wenn es körperlich bestens versorgt wird. Es hängt förmlich in der Luft, ohne Halt, hin- und hergeworfen von der Stärke seiner Emotionen, weil niemand da ist, das das Kind führt. Wenn ein Kind in einem Netz sicher verankert ist, kann es seine Kräfte ausprobieren und wird trotzdem immer festgehalten, weil ihm die Führung nicht nur eine Begrenzung, sondern auch einen Halt und Sicherheit gibt. Dies ist wahrhaftig eine Basis für sein späteres Leben. Denn später kann es sich selbst die Sicherheit geben, die es braucht. Jedoch setzt es voraus, dass es zunächst die Eltern sind, die das sichere Netz der Führung und Leitung spannen.

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